Was ist eine Blutungskrankheit?
Eine Blutungskrankheit bzw. eine Blutungsneigung (Hämostasestörung) entsteht durch den Mangel eines Bestandteiles des Blutes, der für eine Blutstillung nötig ist.
Durch den Mangel eines der beteiligten Faktoren verläuft die Blutstillung verzögert und unvollständig. Im Abhängigkeit vom Schweregrad kann es bei Verletzungen, aber auch spontan ohne erkennbaren Anlass zu Blutungen kommen, die verschiedene Organe wie Gelenke, Muskeln und Haut, seltener innere Organe (Niere, Gehirn) oder Körperhöhlen (Bauchraum) betreffen.
Das Gegenteil einer Blutung ist die Thrombose, bei der eine überschießende Blutstillungsreaktion zum Verschluss des Gefässvolumens führt.
Neben der erworbenen Blutungsneigung durch Medikamente oder Blutverlust kommt einer angeborenen Erkrankung eine besondere Bedeutung zu, da diese lebenslang besteht und vererbbar ist.
Im weiteren wird auf die häufigsten und schwersten angeborenen, aber auch erworbenen Gerinnungsstörungen eingegangen:


